Schulungsunterlage Containerdepot - Seecontainer.pdf

Basic Ausbildung

Containerdepot – Seecontainer (Qualitätsmerkmale und Verkaufsargumente)

Train the Winner

Persönliches Exemplar für: ...

CRX CONTAINEX

  1. See-Container-Typen ... 1 1.1. CTX-Handelsprodukte ... 1 1.2. Weitere Seecontainertypen (keine CTX-Handelsprodukte) ... 1

  2. Technische Zeichnungen und Datenblatt ... 3

  3. Qualitätsmerkmale der CTXU-ISO-Container ... 4

  4. Vorteile 20' Seecontainer ggü. 20' Lagercontainer ... 6 4.1. Generell ... 6 4.2. Zulassungen ... 6 4.3. Verarbeitung + Materialien ... 7

  5. Gebräuchliche Begriffe im Bereich Containerdepot ... 9 Ausbildung: Containerdepot und Seecontainer /Qualitätsmerkmale und Verkaufsargumente

C

CONTAINEX

1. See-Container-Typen

Generell in den Längen 20' und 40' bei einer Höhe von 8'6" verfügbar. Seltener sind auch die Längen 10', 30' und 45' bzw. die Höhen 8' und 9'6" (High Cube) im Umlauf. Fast ausschließlich aus Stahl mit Holzfußboden, selten sind Varianten aus Aluminium oder Plywood im Umlauf.

datasheet.pdf

1.1. CTX-Handelsprodukte

  • General Purpose Container (GP), Dry Van (DV), Dry Freight (DF), Box

  • alles das selbe, unsere bekannten Standard Seecontainer

  • High Cube (HC)

  • Um 1' (30 cm) höhere Standardbox

  • Open Top (OT)

  • Standardcontainer mit schwenkbarem Tür-Dachträger und abnehmbarer Plane, welche auf Planenspriegel (roofbows) aufliegt. Der ggü. dem Standardctr. stärker dimmensionierte Dachlängsträger (toprails) verjüngt die Ladebreite des Containers im oberen Bereich.

  • Bei Second-Hand-Ctr. werden oft aus Standardboxen umgebaute OT-Ctr. angeboten (Rebuild OT). Hier ist größte Vorsicht betreffend des zulässigen Gesamtgewichtes bzw. generell betreffend einer gültigen CSC-Plaktette geboten. Oft nur mit fixem Türrahmen.

1.2. Weitere Seecontainertypen (keine CTX-Handelsprodukte)

  • Ventilated Box

  • Standardbox mit zusätzlichen Belüftungen, die meist über die gesamte Längswand an Ober- und Unterkante geführt sind, Innensicken fallweise mit Sperrholz verkleidet, Anwendung z.B. für Gewürztransporte

  • Pallet Wide (PW), Cellular Pallet Wide (CPW)

  • Innenbreite an das Europalettenmaß angepaßt, dadurch außen 2,50 m breit. Verschiedene Patente, Einsatz haupts. im "short see trade", z.B. zwischen UK / Rdm oder Skan. / Rdm

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CONTAINEX

  • Half Height OT Open Top der nur halb so hoch ist wie normal. Für überschwere Ladung, z.B. Granitblöcke

  • Hard Top

  • Open Top Ctr. der statt einer Plane ein mit Stapler auf und absetzbares Dach aus Metall oder Hartkunststoff hat

  • Refrigerated Ctr. (Reefer)

  • Kühlcontainer. Verschiedenste Ausführungen möglich. Im wesentlichen innen entweder aus Edelstahl oder GFK (Glasfaserkunststoff). Aggregate mit Elektro- und/oder Dieselantrieb.

  • Insulated (Port Hole)

  • Wie Kühlcontainer nur ohne Aggregat. Kühlung erfolgt über separate Anschlüsse am Schiff, Luftzufuhr über die sog. "port holes" an der Stirnwand der Container.

  • Platform, Flat (collapsible od. fix end)

  • "Container" ohne Seitenwände und ohne Dach, teilweise mit fixen, klappbaren oder keinen Stirnwänden. Finden Einsatz im Projektgeschäft für die Verladung von nicht containerisierbaren Schwergütern, z.B. Turbinen, Kessel, Maschinenteile, etc.

  • Bulk

  • Spezialcontainer für Schüttgut. Am Dach zusätzliche Luken zur Beladung mittels Förderschnecke, in der Türe Luken zur Entladung mittels Kippchassis.

  • Tank

  • Spezialcontainer in allen erdenklichen Ausführungen für flüssige und gasförmige Güter.

  • Open Side

  • Spezialcontainer mit zusätzlichen Seitentüren an der Längsseite. Kommt aus dem kombinierten Verkehr, international bedeutungslos.

  • Double Door

  • Speziell für den Binnenmarkt (Möbelspediteure) erweiterte Form des Boxcontainers. Wird im Überseeverkehr nicht eingesetzt.

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2. Technische Zeichnungen und Datenblatt

general arrangement.pdf

floor.pdf door.pdf understructure.pdf

ISO 668-dimensions.pdf

open-top.pdf

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CONTAINEX

3. Qualitätsmerkmale der CTXU-ISO-Container

Neben der prompten bzw. permanenten Verfügbarkeit gibt es auch eine Reihe von technischen Qualitätsargumenten die – vor allem für Vermieter, die die Container langfristig in der eigenen Flotte nutzen - verkaufsunterstützend sein können:

  • Maximum Gross Weight

  • 30 to (Mitbewerb teilw. nur 24 to), alle Bestätigungen vom Germanischer Lloyd (GL), steht auf der CSC-Plakette und an der Türe auch unter Angabe der Tara.

  • Paneelstärken

  • Jeweils 2 äußere Seiten- bzw. alle Front-, Tür- und Dachpaneele aus 2mm Stahlblech mit Trapezsickung (= höhere Stabilität, geringere Beschädigungsgefahr ggü. eckiger Sickung von Russenctr.). Jeweils 3 innere Seitenpaneele aus 1,6 mm – Blech.

  • Stahlqualität

  • Mindestens alle Seiten-, Front-, Tür- und Dachpaneele aus Anti-Corrosive-Stahl (= Corten A, Stahl mit erhöhtem Kupferanteil, dadurch geschützt gegen Durchrostung bzw. erhöhte Festigkeit). sog. "corten shell" od. "corten skin" - ctr.

  • Dzt. sind alle CTXU-Ctr. sogenannte "full corten container", d.h. auch die Bodenlängs- und Bodenquerträger, die Dachlängsträger, etc. sind aus Corten-stahl.

  • Bodenquerträger

  • Anzahl ist entscheidend. CTXU-Ctr haben 18 crossmember (inkl. Gabeltaschen)

  • Ecksäulen

  • Unsere cornerposts sind 6 mm. Von geringeren Materialstärken rät der GL auf Grund der hohen Beschädigungsgefahr bzw. der geringen Stabilität dringend ab.

  • Beschriftung

  • Ab Serie 309... senkrecht in der Innensicke – dadurch kaum manuelle Beschädigungen möglich

  • Lackierung

  • Qualitätslack von renommierten Herstellern, meist von Hempel. Lackstärke bzw. Schichtaufbau entscheidend.

  • CTXU mind. 100µ außen, min. 110µ am Dach. Underbodenschutz 230µ. Im Zusammenhang mit dem "Paint Decal" an der Innenseite ist über die Hempel-Homepage

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CONTAINEX

die Lackspezifikation auch vom Enduser abrufbar und eine Lackverträglichkeit für diverse Umlackierungen jederzeit leicht feststellbar.

  • Boden

  • Die kurzen floorboards sind bei der Türe. Dort entstehen durch die stärkere Frequention im Einfahrtsbereich die meisten Schäden und es müssen im Ernstfall nicht die teureren, großen Segmente getauscht werden.

  • Die Platten liegen in der Mitte Stoß an Stoß im Gegensatz zu Containern mit einem Hut- oder Omegaprofil, welches eine zusätzliche Beschädigungsmöglichkeit darstellt.

  • Türverriegelungen

  • Griffe stehen in eine Richtung und sind dadurch leicht zu öffnen im Gegensatz zu den Containern wo die Griffe in entgegengesetzter Richtung stehen.

  • Protection plates + Crash plates (sill cut out)

  • Das Dachblech ist neben den Cornercastings mit Blechen gegen das Durchschlagen der Twist locks von Topspreadern geschützt. Entscheidend ist die Stärke. CTXU 4 mm.

  • Der Türbodenquerträger und das front bottom rail ist gegen Beschädigungen von den Chassis-Verriegelungen durch Ausschnitte und Verstärkungen geschützt. Stärke 9 mm.

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4. Vorteile 20' Seecontainer ggü. 20' Lagercontainer

4.1. Generell

ISO und LC sind in den Abmessungen völlig ident.

Der LC ist eine abgespeckte Version des Iso-Ctr und unterliegt keiner Norm. Ist daher auch nicht zum Transport zugelassen und dient ausschließlich zur Lagerung. Demnach ist der LC auch nicht zur Verladung mit Top-Spreader geeignet und sollte nur im Leerzustand mit Gabelstapler, Hakenspreader oder Seilgehänge bewegt werden.

Gewichtsdifferenz ca. 700 kg die letztendlich voll auf die Materialstärke geht (ISO Ctr ca. 2200 kg, LC ca. 1500 kg)

4.2. Zulassungen

  • CSC-Plakette (CSC = Convention for Save Containers) MGW (Maximum Gross Weight), meist 30480 kg Gültigkeit, ab Produktion 5 Jahre, danach Verlängerung meist im Jahresrhythmus Bestandteil des "Container Sicherheitsgesetz", ein Container ohne gültige CSC darf nicht transportiert werden Bauart nach diversen ISO-Normen, gewährleistet Volltransport, Vollhub und Stapelbarkeit bei voller Beladung 7 hoch

  • Customs-Plate Zulassung als Transportmittel, erlaubt Zollverschluß und grenzüberschreitenden Warenverkehr

  • Australienplakette Argument für international tätige Möbelspediteure, bestätigt Imprägnierung des Holzbodens gem. australischen Gesundheitsbestimmungen und garantiert mögliche Einreise nach Australien

  • GL-Aufkleber (Germanischer Lloyd) weltweit anerkannte Klassifizierungsgesellschaft im Containerbereich, vergleichbar mit dem TÜV, bestätigt die Einhaltung aller Normen bzw. Identität mit der techn. Beschreibung

  • Bahnaufkleber

  • zeigt Zulassung für Bahnverkehr. Generell entspricht der Container den UIC- und TIR-Bestimmungen (Bahn und Straße)

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  • Numerierung
  • Prefix, 4 Buchstaben, enden mit U für Unit, ist registrierter Eigentümervermerk
  • Nummer, 6 Ziffern, steht dem Eigentümer frei zur Wahl
  • Check-Digit, 1 Ziffer, ergibt sich durch Formelberechnung aus Prefix und Nummer

4.3. Verarbeitung + Materialien

  • Corner Castings / Corner Fittings

  • aus Guß (LC geschweißt), garantiert Handling auch mit Top-Spreader, Twist Locks können verriegeln

  • Tür-, Dach-, Front- u. Seitenpaneele

  • alle Paneele aus 2mm-Cortenblech (außer die inneren 3 Seitenpaneele mit 1.6 mm), LC generell mit 1.5 mm Blechen

  • Corten-Blech (siehe Beilage)

  • Stahllegierung mit erhöhtem Kupferanteil. (ggü. "Mild Steel" = Schwarzstahl, bei LC)

  • 40 % bessere Beständigkeit gegen Rost, nur Oberflächenrost und keine Tiefenrost

  • 40 % höhere Resistenz gegen manuelle Beschädigungen, da Corten-Stahl zäh er ist

  • Ecksäulen

  • beim ISO 6 mm ggü. 3 mm beim LC

  • Front- und Tür- Bodenrahmen

  • jeweils U-förmige Ausnehmungen um Beschädigungen durch Twist-Locks beim Aufsetzen zu vermeiden

  • Türen + Verriegelung

  • schwere Türen mit jeweils 4 Scharnieren und zwei verzinkten Stangen

  • mit Lasche und Haken zur Fixierung der Türe bei der Be- und Entladung

  • Holzboden

  • 28 mm Hartholz mit 19 Schichten auf 18 Querträgern beim ISO ggü

  • 22 mm und 11 Schichten auf 13 Querträgern beim LC

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Lackierung

  • 3-Schicht-Aufbau mit min. 100µ (110µ Dach) ggü 2-Schicht-Aufbau mit 60µ beim LC

Unterbodenschutz

  • 200µ Bitumen-Antstrick auf der Unterseite, deckend über Bodenquerträger und Holzboden Komplette techn. Beschreibung inkl. Zeichnungen für jedes Baulot im EK-Seecontainer (Fr. Zierl) verfügbar.

Nach Vorliegen von AutoCAD-Zeichnungen und elektronischen Beschreibungen wird auch im Intranet eine Version verfügbar sein.

Comparison of simulated impact damage

Mild steel:

COR-TEN steel:

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  • Lower repair and maintenance costs
  • 40% more resistant to damage, wear and tear
  • 40% more corrosion resistant
  • 'Self-healing' dense oxide film protects scratches

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Version 1/2003 Ausbildung: Containerdepot und Seecontainer /Qualitätsmerkmale und Verkaufsargumente CONTAINER

5. Gebräuchliche Begriffe im Bereich Containerdepot

  • ACEP Approved Continuous Examination Programme ACEP ist ein Programm zur laufenden Überprüfung eines Containers. Es ersetzt die zeitlich starr vorgegebenen Kontrollintervalle des CSC-Übereinkommens. Nur gültig im Zusammenhang mit dem gültigen Prefix, d.h. der ACEP-Sticker verliert bei einem Eigentümerwechsel (Reederei-Ctr → Verkaufscontainer) die Gültigkeit.

  • ABS American Bureau of Shipping Amerikanische Klassifizierungsgesellschaft (Details siehe G.L.)

  • Agent Eigenständige Unternehmungen welche für Reedereien meist die Verkaufsaktivitäten am lokalen Markt wahrnehmen, z.b. Marineways, Wien ist österr. Agent für die franz. Reederei CMA-CGM.

  • BIC Code Bureau International des Containers et du Transport International. Offizielle Stelle für die Registrierung eines Prefix.

  • BL Bill of Loading. Wichtigstes Dokument in der Schiffahrt. Der Inhaber des BL hat Anspruch auf die Ausfolgung des Containers bzw. der Ware.

  • B.V. Bureau Veritas Französische Klassifizierungsgesellschaft (Details siehe G.L.)

  • Cabotage Leercontainer-Befrachtung; In einer Ueberhangarea wird einem Agenten bzw. einem Transportunternehmen ein Container für dessen eigene Transporte ueberlassen, den er dann in einer Bedarfsarea zurückgeben muss. Zweck: Leercontainerpositionierung von Ueberhangareas bzw. Leercontainerversorgung von Bedarfsareas ohne eigentliche Transportkosten.

  • Cargoworthy Bezeichnet einen Reparaturstandard, liegt zwischen dem höheren Standard IICL und dem niedrigeren Standard WWT.

  • Carriers Haulage Ist dann gegeben, wenn der Vor- bzw. Nachlauf zum Seetransport auch vom Reeder selbst für den Kunden organisiert wird.

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  • Check Digit Prüfziffer. Letzter Teil (7. Stelle) der Containernummer. Übereinstimmung der Containernummer wird anhand einer Formel geprüft, läuft in vielen Depotprogrammen automatisch.

  • Checker Angestellter eines Depots, der den Zustand der Container überprüft und gem. den Richtlinien der Reedereien od. Leasingfirmen entsprechende Kostenvoranschläge (Estimates) für die Reparatur erstellt.

  • Checkstandard Die einzelnen Kunden haben unterschiedliche Check- und Reparaturstandards, einige höherwertig, andere eher niedrig, alle müssen jedoch den CSC-Kriterien entsprechen und die Sicherheit der Container gewährleisten.

  • Chassis Spezieller Auflieger mit Containerverriegelungen (Twist Locks) zum Transportieren von Containern, ohne Bordwände bzw. ohne Aufbau

  • CSC Convention for Save Containers Bestätigt die Transportsicherheit eines Containers. Ab Produktionsdatum 5 Jahre. Danach Überprüfung in dem vom jeweiligen Checker vorgegebenem Zeitintervall.

  • Datum-Sticker Zeigt die Gültigkeit der CSC-Plakette. Bei Second-Hand-Ctr. meist 6 bis 12 Monate, in Ausnahmefällen bis zu 2 ½ Jahren.

  • Demurrage Nach Übernahme des Vollcontainers im Terminal hat der Kunde eine vereinbarte Zeit frei, den Leercontainer zur Verfügung der Reederei zu retournieren. Wird diese Zeit überschritten, wird pro überschrittenen Tag Demurrage (Miete) verrechnet.

  • Depot Dienstleistungsbetrieb, inspiziert, repariert und lagert Container für internationale Reedereien und Leasingfirmen.

  • Detention Der Vollcontainer wird dem Kunden vom Reeder am Terminal freigestellt. Üblicherweise muß dieser innerhalb von 2 – 3 Tagen den Container übernehmen. Passiert dies später, wird für die zusätzlichen Tage Detention (Lagergeld) verrechnet.

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  • Drop Of Charge Gebühr für die Rückgabe von Leascontainern (off hire) an Plätzen die nicht im ursprünglichen Vertrag genannt sind bzw. Gebühr für die Rückgabe von Reedereicontainern auf Depots die nicht BL-konform sind.

  • EIR – Estimate Interchange Report Grobe Überprüfung der Container bei der Ankunft am Depot, muß vom Fahrer gegengezeichnet werden. Bezieht sich hauptsächlich auf sichtbare, äußere Schäden bzw. auf Ladungsreste.

  • Equipment Allgemeine Bezeichnung für verschiedenste Typen von Containern.

  • Estimate Kostenvoranschlag für die Reparatur von Containern.

  • Foodstuff Absolut saubere und geruchsneutrale Container für die Verladung von Lebensmittel oder sensiblen Gütern wie z.b. Tabak oder Papier.

  • Gate Einfahrt zum Depot od. zum Terminal.

  • GFK Glasfaser-vestärkter Kunststoff. Beschichtung für Schichtholzplatten, meist bei Isolier- od. Kühlcontainern.

  • G.L. Germanischer Lloyd Deutsche und weltweit anerkannte Klassifizierungsgesellschaft. Überprüft die Einhaltung technischer Vorgaben im Container- und Schiffsbau. Klassifiziert auch Reparaturbetriebe (z.b. die CTX-Werkstätte) bzw. nimmt regelmäßig Schweißprüfungen ab.

  • Gooseneck Krümmung eines Containerchassis, speziell für die Verladung von High-Cube-Containern.

  • Handling Die Be- oder Entladung eines Containers mittels Stapler oder Containerbrücke von LKW, Waggon oder Schiff.

© Gunther Reif 11 Version 1/2003 Ausbildung: Containerdepot und Seecontainer /Qualitätsmerkmale und Verkaufsargumente CONTAINER

  • IICL Institute of International Container Lessors. Vereinigung der wichtigsten Leasingfirmen mit dem Ziel einheitliche Reparaturstandards bzw. Reportings zu schaffen.

  • Ingate Eingangsmeldung für Container.

  • Interchange Büro am Depot wo sich die Fahrer zwecks Abholung bzw. Anlieferung der Container melden.

  • ISO International Organization for Standardization. Hier werden verschiedene nationale Standards zu einem internationalen Standard zusammengefaßt. Auch der Seecontainer unterliegt verschiedensten ISO-Normen.

  • Kranbrücke Am Kai stationierter Kran zur Be- und Entladung von Schiffen.

  • Leasingfirma Internationale Finanzierungsgesellschaften die weltweit an Reedereien Container vermieten.

  • Longterm-Lease Leasingvariante, mindestens 5 Jahre Laufzeit, Ctr werden meist schon auftragsbezogen, oft in der Farbe des Reeders, gebaut.

  • Master-Lease Kurzfristige Leasingvariante, dient der Abdeckung von Spitzen bzw. wird oft nur One-Way genutzt.

  • Merchant Haulage Wenn der Vor- bzw. der Nachlauf zum Seetransport nicht vom Reeder organisiert wird, sondern vom Kunden. Übliche Variante in Österreich, wird hier auftrags des Endkunden vom Spediteur erledigt.

  • Moves Bezeichnung für alle Containerbewegungen, sprich Hübe / Handlings.

© Gunther Reif 12 Version 1/2003 Ausbildung: Containerdepot und Seecontainer /Qualitätsmerkmale und Verkaufsargumente CONTAINER

  • M + R Maintenance + Repair Abteilung innerhalb der Reedereien u. Leasingfirmen die für die Reparatur der Container verantwortlich ist.

  • Operations Über-Bezeichnung für die Bereiche der Reedereien die nicht im Kundenkontakt / Verkauf sind, sondern als Stabstellen für die Bereitstellung des Equipments sorgen. Beinhaltet M+R, Logistic, Equipment Control, Schadensfälle, etc.

  • Outgate Ausgangsmeldung für Container.

  • Pick Up Fee Bonuszahlung für die Übernahme von Containern von Plätzen wo die Leasingfirma Überkapazitäten hat.

  • Plywood Schichtverleimte Holzplatten mit beidseitiger GFK-Beschichtung. Meist im Einsatz bei Isolier- oder Kühlcontainern. Fallweise gibt es auch normale Frachtcontainer mit Plywood-Wänden anstelle des herkömmlichen Stahlbleches.

  • Prefix Teil der Containernummer. Sofern das Prefix bei BIC registriert ist, ist anhand der 4 Buchstaben der Eigentümer identifizierbar.

  • Rail-Link Anschlußgleis.

  • Reach-Stacker Stapler ohne Mast, dafür mit Teleskoparm. Meist für Vollconainerverladung oder für Bahnverladung. Kann in die zweite Reihe greifen.

  • Reederei Besitzt Schiffe und bietet mit diesen Überseetransporte an. Die Container sind die dazugehörigen Lademittel.

  • Release Reference Freistellnummer mit der der Kunde einen Container vom Depot ausgefolgt bekommt.

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  • Reporting Überbegriff für das komplette Meldewesen eines Depots an den Kunden im Zusammenhang mit Containerbewegungen bzw. Containerreparatur.

  • Spreader Aufnahmeverrichtung am Stapler zum Heben von Containern. Es wird unterschieden zwischen Top-, Side- und Frontspreader, entweder hydraulisch gesteuert oder als Fixrahmen.

  • Stock Bestand an Containern an einem bestimmten Platz.

  • Stockreport Lagerbestandsmeldung.

  • Storage Lagergeld.

  • Straddle Carrier Spezieller Stapler der auf Hafenterminals eingesetzt wird, im Prinzip eine fahrbare Kranbrücke.

  • Surveyor Auftrags der Reedereien od. Leasingfirmen eingesetzter Checker, der die Depot-Estimates überprüft.

  • Tarpaulin Plane eines Open-Top-Containers.

  • TEU Mengenangabe für eine 20'-Einheit, wörtlich "Twenty Feet Equivalent Unit". Depot- oder Schiffskapazitäten werden immer in TEU angegeben.

  • Terminal Hafenanlage wo Schiffe zur Be- und Entladung anlegen bzw. volle und leere Container zwischengelagert werden.

  • THC Terminal Handling Charges Hubkosten am Terminal. Sind um ein vielfaches höher als bei einem Containerdepot.

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  • Trucker Transportunternehmer das sich auf Containertransporte spezialisiert hat. Setzt pro Zugmaschine ca. 3 Chassis ein.

  • Turn-In-Reference Unter dieser Nummer wird ein Container dem Depot avisiert bzw. wird dem richtigen Kunden zugeordnet und darf vom Depot angenommen werden.

  • Twist-Lock Sicherheits-Verriegelung welche in die Containerecken greift. Findet Anwendung auf Chassis, Bahnwaggons aber auch bei Staplern und Kranbrücken.

  • Wind- / Watertight Niedrigster Reparaturstandard, bietet viele Grauzonen, wird vielfach anders gesehen bzw. interpretiert.

© Gunther Reif 15 Version 1/2003

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